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23. Februar 2026

Fabian Schwarzenbach

CDU will Social-Media-Verbot für Kinder: Widerstand aus Bayern?

Die CDU hat auf ihrem Parteitag am Wochenende die Forderung nach einem Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige beschlossen. Während sich der Koalitionspartner SPD für eine schnelle Umsetzung stark macht, gibt es Kritik von der bayerischen Schwesterpartei CSU.

Das Kernargument der CDU ist „die Überzeugung, dass Kinder und Jugendliche im digitalen Raum besonders schutzbedürftig sind“. Für die Umsetzung eines möglichen Verbots Sozialer Medien für Kinder unter 14 Jahren sollen die Plattformbetreiber von TikTok, Instagram und Co verantwortlich gemacht werden können. Stellen diese keine wirksamen Systeme zur sicheren Altersüberprüfung, drohen laut Spiegel empfindliche Bußgelder.

SPD drängt auf Umsetzung, CSU hält dagegen

Die Regelung soll EU-weit harmonisiert werden, geht es nach dem Koalitionspartner SPD, am besten so schnell wie möglich. Deren Generalsekretär fordert die Regierung gegenüber dem RND auf, das Thema „zügig“ anzugehen.

Die bayerische Schwesterpartei der CDU bremst dagegen. CSU-Chef Söder betonte im Juni 2025 im Gespräch mit dem ARD-Hauptstadtstudio, eine Altersgrenze sei „totaler Quatsch“ und „realitätsfremd“. Nach dem Parteitagsbeschluss der größeren Unionspartei legt CSU-Landesgruppenchef Hoffmann in der Augsburger Allgemeinen nach. Die Verbotsdebatte gehe an der Realität vorbei, statt eines strikten Verbots fordert die CSU die Schulung im richtigen Umgang mit sozialen Medien.

Für Aufsehen sorgte das Vorgehen Australiens, das Ende 2024 ein generelles Social-Media-Verbot für alle unter 16 Jahren umsetzte. Als zentrales Argument führte die australische Regierung die psychischen Schäden bei Kindern in der Entwicklungsphase an, die durch falsche Schönheitsideale, permanenten Vergleichsdruck und Doom-Scrolling drohen.

Wie seht ihr die Debatte? Seid ihr für oder gegen ein Verbot von Social Media? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen.

6 Gedanken zu „CDU will Social-Media-Verbot für Kinder: Widerstand aus Bayern?“

  1. Ich finde es wichtig, dass Jugendliche geschützt werden. Wenn man dem Staat jedoch frei gewähren lässt, geht er Schritt für Schritt weiter. Aus Erfahrungen wissen wir, das ein Verbot zunächst einmal „nur“ eine Bevölkerungsgruppe betrifft. Danach wird es zumeist auf weitere Gruppen ausgeweitet. Der Staat hat kein Interesse daran Menschen zu schützen. Alkohol und Zigaretten dürfen ja auch weiterhin verkauft werden.
    • Dein letzter Satz hebt deine vorherige Argumentation auf. Alkohol und Zigaretten sind für Jugendliche ebenfalls verboten, nicht aber für Erwachsene. Hier ist der Staat eben nicht Schritt für Schritt weitergegangen.

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